Schriften im Internet
Posted in DesignDer Gestalter kann heute auf ein beinahe unerschöpfliches Sortiment an verschiedenen Schriften und Zeichensätzen zurück greifen und hat somit bei der Gestaltung von Texten, Titeln oder Logotypen eine schier unermessliche Freiheit. Doch längst nicht jede Schrift, welche zwar stilvoll und passend auf Briefpapier und Visitenkärtchen prangt, ist auch tauglich für die Darstellung auf dem Bildschirm.
Schriften müssen für die Darstellung auf dem Bildschirm gerastert werden, da sie analog der Bildschirmauflösung in Pixeln (Kunstwort aus Picture und Element) dargestellt werden. Dies führt zum sogenannten Treppeneffekt, der «verpixelten» Darstellung von Rundungen, Schrägstrichen oder weichen Kanten. Vor allem bei kleinen Schriftgrössen tritt auch das Phänomen des Zusammenwachsens von einzelnen Buchstaben oder gar der Tilgung von einzelnen Punzen (Innenräume von Buchstaben) auf. Dies ergibt ein ungewohntes Schriftbild und macht den Text oder einzelne Silben unleserlich und beeinträchtigt den Lesefluss.
Früher umging man dieses Problem, indem man auf Webseiten die Menüpunkte oder gar Titel und ganze Texteblöcke als Bildelemente im JPG- oder GIF-Format integrierte, was zwar die Leserlichkeit sicher stellte, jedoch im Hinblick auf Suchmaschinen-Optimierung und Bearbeitung mittels CMS alles andere als ideal ist.
Die meistverwendete Leseschrift für Lauftext im Internet ist wohl die Verdana, welche für Microsoft entwickelt und speziell für die Darstellung auf dem Bildschirm optimiert wurde. Sie wird auch bei kleiner Schriftgrösse auf dem Bildschirm noch klar dargestellt (siehe Grafik) und ist daher hervorragend lesbar.
Die Praxis zeigt, dass sich die meisten serifenlose Schriften (Arial, Helvetica, Geneva, ...) gut für das Internet eignen. Problematisch wird es jedoch bei Serifenschriften (Times, Garamond, ...) oder bei Schriften mit starkem Kontrast der Strichstärken (Bodoni) und kursiven, mageren oder sehr schmallaufenden Schriftschnitten.
Natürlich hängt die Lesbarkeit von Schriften im Internet auch von der Farbe der Schrift und des Hintergrundes ab. Optimal ist eine dunkle Schrift auf hellem Untergrund – je weniger Kontrast, desto ermüdender wirkt sich die Lektüre auf den Leser aus.


























































































